hat getpress-Mitgründer und Co-Geschäftsführer Basti mal im Interview mit t3n gesagt. True. PR-KPIs orientieren sich nämlich nicht an Quantität, sondern an Qualität. Klingt nach einer Plattitüde? Stimmt aber. Wir sagen dir, wieso.

Denn nicht alle Kennzahlen sind so aussagekräftig, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Da ist zum Beispiel der sagenumwobene Medienäquivalenzwert und seine vermeintlich gigantische Reichweite. Mit einer Formel beziffert er über den Anzeigenpreis die Werthaltigkeit des Mediums und ermittelt anhand dessen zudem die (angeblich) erzielte Aufmerksamkeit.
Aber, mal ehrlich, welchen Wert hat es wirklich, wenn ein Artikel über ein Tech-Startup in der Bild der Frau oder der Gala erscheint? Da kann die Äquivalenz noch so hoch sein, sie sagt wenig darüber aus, wie der Beitrag tatsächlich gelaufen ist. (Wild guess: Nicht so dolle.)
Dazu kommt, dass es bei den Öffentlich-Rechtlichen gar keine Gegenwerte gibt. Ebenso wenig für die Cover von Printmedien. Aber auch hier finden ja Beiträge statt. Und nun? Außerdem: Wer misst eigentlich die Glaubwürdigkeit eines redaktionellen Beitrags?
Und wie siehts überhaupt mit den Unique Usern (auch Unique Visitors genannt) bei Online-Medien aus? Hands down, diese Zahlen sind so zuverlässig wie der Wetterbericht für nächsten Monat, besonders wenn Browser-Hopping und Cookie-Löschung laufend die Statistik verzerren. 30 Millionen Unique User auf bild.de lesen ja nicht einen Artikel. Was ist genau die Zahl? Das weiß wahrscheinlich nur bild.de. Reichweite allein ist halt auch nur eine hohle Hülle, wenn am Ende nichts hängenbleibt. Da kann die Botschaft noch so laut trompeten – wenn sie die Zielgruppe verfehlt, ist die ganze Show nur heiße Luft.
Wir denken: Der Schlüssel liegt bei klaren PR-Zielen und in einer ständig feingetunten Strategie. Viele Unternehmen, selbst gestandene Gründer*innen, geraten bei der Frage nach dem Ziel kurz ins Wanken. Dabei sind das die OG PR-KPIs. Eine PR-Kampagne ohne klare Ziele ist wie ein Navi ohne GPS: Die Karre fährt zwar, aber wohin?
Letztlich sind Kennzahlen nur so gut wie das Ziel, das sie unterstützen. Ob es um die Aufmerksamkeit für eine Marke oder ein Produkt oder um die Gewinnung von Kund*innen, Investor*innen oder Mitarbeiter*innen geht – jede Zielsetzung erfordert ganz spezifische Kennzahlen, die wie Puzzleteile erst im Verlauf verschiedener Zeiträume ein Bild ergeben.
Um PR-Erfolg wirklich messen zu können, heißt es also nicht nur »numbers, baby!«, sondern vor allem: »klare Ziele und scharfe Strategien«. Dann passt auch die Kennzahl irgendwann ins KPI-Puzzle.
Damit du verstehst, was genau wir damit meinen, haben wir dir hier die wichtigsten Ziele und die dazugehörigen Messgrößen zusammengetragen.
Was du wirklich willst: Die richtigen Investor*innen nehmen dich ernst – und wollen sprechen.
Das musst du messen: Anzahl Inbound Investor-/VC-Intros, Mentions in investor-relevanten Medien/Newslettern und Anfragen-Peak nach Berichterstattung.
Merksatz: 3 Top-Fit-VCs sind besser als 30 mittelgute Kontakte.
Was du wirklich willst: Menschen glauben dir schneller – und entscheiden sich leichter für euch.
Das musst du messen: Brand Searches (wird öfter nach euch gesucht?), Klickrate in der Suche (CTR), Website-Conversion-Rate, Abschlussquote im Sales-Funnel (Lead → Kunde) – all das über einen längeren Zeitraum (mind. 3-6, am besten 8-12 Monate, denn PR ist ein Marathon – kein Sprint).
Warum PR hier wirkt: Gute Berichterstattung ist ein Glaubwürdigkeits-Multiplikator.
Was du wirklich willst: PR soll nicht nur sichtbar sein, sondern Anfragen bringen.
Das musst du messen: Leads nach Coverage, Lead-Qualität, Referral-Traffic aus Platzierungen (wenn du Links setzen kannst: UTM/Quelle) und es lohnt sich während des Kaufabschlusses eine Post-Purchase-Umfrage einzubauen, die die klassiche Frage stellt “Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?”.
Aber Achtung: PR ist kein Performance-Marketing, sondern oft ein Teil der Lead-Reise – wichtig, aber nicht immer der ausschlaggebende Conversion-Punkt.
Was du wirklich willst: Mehr Menschen kennen euch – nicht nur die gleichen 20 Fans.
Das musst du messen: Share of Voice in euren Kern-Themen (wenn möglich), direkter Traffic (Leute tippen euch direkt ein, kommen nicht über Umwege zu euch), Brand Mentions (Anzahl + Kontext), Reichweite als Näherung (mit gesundem Misstrauen: Nicht alle 6.340.000 monthly Unique Visitors vom Handelsblatt lesen auch alle Artikel).
Reality Check: Awareness ist schwer zu 100 % präzise abzubilden. Trends siehst du trotzdem, wenn du konstant misst.
Was du wirklich willst: Kompetenz und Perspektive hängen an einer Person (z.B. CEO/Spokesperson).
Das musst du messen: Interview-/Panel-Anfragen, Zitate/Expert*innen-Statements, LinkedIn: Followerwachstum + Profilaufrufe, Inbound DMs („kann ich dich dazu mal…?“)
Pro-Tipp: Tracke Themen-Cluster: Wofür wirst du wirklich angefragt? Falls das nicht zu deinen Zielen passt: Messaging nachschärfen.
Wenn du PR steuerbar machen willst, brauchst du neben „Wieviel?“ auch „Wie gut?“.
Einfachster Weg: Scoring pro Platzierung (1-5).
Welche Kriterien du dir dafür anschauen solltest: Zielgruppen-Fit, Medien-Fit (für euer Ziel), Message Pull-Through (1–2 Kernbotschaften drin?), Sichtbarkeit (Artikel dreht sich um euch vs. ihr werdet erwähnt), Brand Mention/Link/CTA, Tonalität & Kontext
Wenn du dann im Report sauber sagen kannst: „Weniger Clippings – aber mehr A-Qualität.“ Dann ermöglichst du damit PR Arbeit, die wirklich auf eure Unternehmensziele einzahlt.
Heißt: Nicht mehr zählen, was raus ging – sondern messen, was ankommt und wirkt. Der Schlüssel: die richtigen Kennzahlen.
PR-Erfolg misst du nicht mit einer Zahl, sondern mit einem Set an Kennzahlen, das zu deinem Ziel passt. Kombiniere frühe Signale (z.B. Klickrate, Mentions, Message Pull-Through) mit späten Ergebnissen (z.B. Leads, Abschlussquote, VC-Intros). Zähl nicht nur Berichterstattung – bewerte Qualität. Dann wird PR steuerbar wie ein Wachstumskanal.
Bock auf einen Reality Check eurer PR? Wir helfen euch, PR so aufzusetzen, dass sie wirklich auf eure Ziele einzahlt.
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