• Christian Schmidt

So gelingt der PR-Launch - in 5 Schritten

Aktualisiert: Aug 4

Dein Start-up startet gerade so richtig durch und jeder soll es erfahren. Dazu brauchst du natürlich eine gute Pressearbeit, die für ordentlich Aufmerksamkeit sorgt. Wie du in sechs Schritten einen fulminanten PR-Launch hin legst, verraten wir dir hier. Und keine Sorge: es ist keine Raketenwissenschaft.



Inhalt

  • Ziele definieren und passende Medien finden

  • Gute Stories bauen und richtig “verkaufen”

  • Review durchführen

Schritt 1: Ziele und Zielgruppen definieren


Ohne Ziele geht nix im Leben. So auch in der Kommunikation. Bevor du mit der PR loslegst, solltest du dir klar werden, was du mit deiner Botschaft erreichen willst - sprich: Brauchst du Kunden, die dein Produkt (interessant) finden und am besten auch kaufen wollen? Du bist auf der Suche nach passenden Talenten zur Verstärkung deines Teams? Für eine neue Finanzierungsrunde willst du Investoren für dich gewinnen? Sind die Ziele klar, ergeben sich aus ihnen auch die Zielgruppen?



Schritt 2: Passende Medien und Journalisten finden


Im nächsten Schritt gilt es, die passenden Medien zu finden. Was liest, schaut oder hört meine Zielgruppe? Zwei Beispiele: Investoren schauen vor allem in der Gründer- und Wirtschaftspresse nach für sie spannenden Unternehmungen. Neue Kunden für dein Mobility-Start-up triffst dagegen eher in der Auto-Fachpresse oder General-Interest-Medien.


Falls du dich in der Medienlandschaft nicht so gut auskennst, hilft ein ausführliches  Monitoring weiter. Lerne, über welche Themen die einzelnen Medien schreiben. Wurde schon früher über ähnliche Geschäftsmodelle geschrieben? Welche Art von Geschichten kommen immer  wieder vor? Am besten hältst du alle für dich relevanten Kanäle in einer Zielmedienliste fest - natürlich kannst du auch hier all die Medien eintragen, in denen du unbedingt mit deiner Geschichte rein willst. Damit ist die Recherche fast abgeschlossen, aber noch nicht ganz. Schau dir an, welche Journalisten innerhalb der Medien die passenden sind. Lies ihre Artikel und lerne ihre Vorlieben kennen. Nur so kannst du für sie passende – und damit erfolgreiche – Stories bauen.



Schritt 3: Passende Stories bauen


Ziele, Zielmedien und Zieljournalisten sind klar und du weißt grob, was du erzählen willst? Du könntest jetzt einfach eine Pressemitteilung aufsetzen und die über einen Mail-Verteiler “jagen”, in der Hoffnung, dass irgendjemand da draußen darüber berichtet. Mein Tipp: Tu’s nicht! PR funktioniert heute so nicht mehr – und auch früher nicht wirklich gut – auch wenn du vielleicht gegenteiliges gehört hast. Redaktionen erhalten am Tag hunderte Mails mit unpersönlichen Pressemeldungen, die meistens übersehen oder gleich gelöscht werden. 


Journalisten sind auf der Suche nach interessanten Geschichten, die ihren Lesern einen Mehrwert bieten. Überlege dir, welche Geschichte du über dich und um dein Start-up herum erzählen kannst. Frage dich, was das Interessante an deiner Unternehmung ist: Welches Problem löst du? Wie war dein Werdegang als Gründer - was hast du erlebt? Was ist deine Vision? Welche News über dein Produkt oder eine Finanzierung kannst du liefern? Welche Insights gibt es aus deinem Team? Du bist Experte in deiner Branche oder zu einem bestimmten Thema? Teile dein Wissen in einem Gastbeitrag oder gebe ein Interview. Du sitzt auf einem großen Datenschatz oder hast krasse Unternehmenszahlen, die sich sehen lassen können? Journalisten lieben interessante Fakten und Grafiken! 


Wichtig bei all dem ist, dass du eine Story baust, die auf deine Ziele einzahlt, aber auch zu deinen Zielmedien und Zieljournalisten passt. Erstelle dafür lieber mehrere, individuelle Geschichten, als mit einer einzigen eine große Bandbreite von Medien abzugrasen.



Schritt 4: Pitchen


Um deine Story gut rüberzubringen, solltest du sie in einem knackigen Pitch zusammenfassen. Folgende Checkliste zeigt dir, wie sich ein guter Pitch zusammensetzt:

  • Relevanz → Ist das Thema für den Journalisten wirklich wichtig?

  • Aktualität → Geht es um ein aktuell wichtiges Thema?

  • Kurz und bündig → Niemand mag lange Mails!!

  • Klares Format → Arbeitest  du klar auf einen Ratgeber, ein Porträt usw. hin?

  • Individualität → Gehst du auf den Journalisten ein?

  • Verbindlichkeit → Machst du  gleich einen Termin für weitere Gespräche aus?

  • Trust → Nennst  du bekannte Kunden, beeindruckende Zahlen?

  • Niederschwellig → Hat der Journalist einen möglichst geringen Arbeitsaufwand?

  • Dringlichkeit → Gibt es genügend Gründe, die geschichte jetzt – und nicht später – zuschreiben


Unserer Erfahrung nach rufst du den Journalisten direkt an, um deinen Themenvorschlag zu pitchen. So kannst du auf Nachfragen gleich reagieren und erhältst umgehend Feedback. Redakteure haben in der Regel wenig Zeit. Komme also gleich zur Sache. Nehme am besten am Anfang des Telefonats Bezug auf einen Artikel, der zu deinem Pitch passt.



Mit einem persönlichen Austausch baust du zum Journalisten auch gleich ein Gespräch auf Augenhöhe auf und hast die Gewissheit, dass dein Pitch nicht im Postfach untergegangen ist (wir sprachen bereits über die hundert Mails am Tag). Sollten die Reaktionen des Journalisten indifferent sein, frage doch einfach nach, ob noch irgendetwas fehlt, damit die Story für ihn überzeugender wird. Auch in einer E-Mail sollte der persönliche Bezug nie fehlen. Journalisten, die merken, dass du dich nicht mit ihnen beschäftigt hast, werden das Gleiche mit dir tun. 

Hier noch einmal einige wichtige Grundprinzipien für deinen Telefon-Pitch:

  • Haben Sie Zeit?

  • Persönlich und Individuell

  • Gespräch statt Monolog

  • Nicht zu leicht abwimmeln lassen

  • Das richtige Mindset

  • Verbindlichkeit

  • Keine Werbung


Schritt 5: Follow-up und Review


Wurden alle Journalisten angesprochen, ist es noch längst nicht vorbei. Oftmals klappt es nicht beim ersten mal. Gerade bei indifferenten Reaktionen am Telefon à la “klingt ganz interessant, schicken sie mal eine Mail”, werden Journalisten erst beim zweiten Anruf überzeugt. Wichtig auch: In den Redaktionen arbeiten sehr viele Redakteure. Hat es beim Wunschjournalisten nicht geklappt, gibt es meist noch zwei oder drei Alternativen, die die Story auch spannend finden könnten. Sollte deine Geschichte jedoch flächendeckend auf Ablehnung stoßen, solltest du auf Spurensuch gehen, woran es liegt. Folgende Fragen werden dir dabei helfen:

  • Sind die Zielmedien die richtigen?

  • Passen die Ansprechpartner wirklich?

  • Macht mein angebotenes Format Sinn?

  • Ist der Mail-Pitch gut?

  • Ist der Telefon-Pitch gut?

  • Passt das Timing?

  • Ist die Geschichte spannend?

Fazit

Durchdachtes Ziel + passende Medien und Journalisten + gute Story + überzeugender Pitch + Hartnäckigkeit = Artikel! Easy oder? 


Viel Erfolg bei deiner PR wünscht dir


Christian von getpress


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